Wie wirken sich Desk-Sharing-Konzepte auf Ergonomie aus?
Desk-Sharing erschwert individuelle ergonomische Einstellungen, fördert aber Flexibilität durch moderne, anpassbare Arbeitsmöbel. Fehlende Personalisierung kann zu gesundheitlichen Nachteilen führen, wenn ergonomische Standards nicht eingehalten werden. Eine konsequente ergonomische Planung ist Voraussetzung zur Risikominimierung.
Desk-Sharing-Konzepte, bei denen Mitarbeitende keinen festen Arbeitsplatz haben, stellen neue Herausforderungen für die Ergonomie im Büro. Entscheidend ist, dass alle Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Schreibtischen, flexibel einstellbaren Stühlen und individuell konfigurierbaren Hilfsmitteln ausgestattet sind. Nur so lässt sich verhindern, dass wechselnde Nutzerinnen und Nutzer körperlichen Belastungen durch fehlerhafte Einstellungen ausgesetzt werden. Fehlen standardisierte ergonomische Lösungen, entstehen latent Fehlhaltungen sowie Belastungsbeschwerden, beispielsweise bei Bildschirmarbeitsplätzen. Ein typischer Praxisfall: Mitarbeitende kommen morgens ins Büro, belegen einen beliebigen Platz und übernehmen die vorherigen Einstellungen der/des Vorgängers/-in. Fehlen optimierte ergonomische Features oder klare, einfach nutzbare Einstellmechanismen, steigt das Risiko von Muskelverspannungen, Rückenschmerzen und Überlastung. Hingegen können moderne Konzepte, wie sie bei Activity-Based Working umgesetzt werden, mit klar gekennzeichneten, ergonomisch ausgestatteten Zonen diesen Risiken mit individuellen Anpassungsmöglichkeiten direkt entgegenwirken. Voraussetzung ist die konsequente Schulung der Nutzerinnen und Nutzer und eine qualifizierte Ergonomieberatung.